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Mehrere Wochen lang hat die Pferdeszene Unterschriften für eine Anpassung der neuen Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) gesammelt. Jetzt reiste eine Delegation der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) mit zahlreichen Ordnern voller Unterschriftenlisten nach Berlin, wo diese von Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir persönlich in Empfang genommen wurden. Der leichteste Ordner wog dabei besonders schwer: Er stand symbolisch für allein rund 100.000 Online-Unterschriften.

„Das ist ein großartiger Erfolg, dass wir in Berlin dem Minister persönlich die Unterschriften überreichen und ihm dabei noch einmal sagen konnten, dass die Pferdeleute ganz und gar nicht zufrieden sind mit der neuen GOT“, erklärte FN-Präsident Hans-Joachim Erbel. Am Termin im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) nahmen neben FN-Präsident Hans-Joachim Erbel, auch Theodor Leuchten, FN-Vize-Präsident Bereich Zucht, Dr. Klaus Miesner, FN-Geschäftsführer Bereich Zucht sowie Bernhard Feßler, Leiter des FN-Hauptstadtbüros teil.

„Ich nehme das sehr gerne entgegen und verstehe auch Ihre Sorgen. Ich kann nachvollziehen, dass es da auch Menschen gibt, für die das finanziell eine zusätzliche Belastung darstellt. Es ist ein Zielkonflikt, so wie es viele Zielkonflikte gibt. Hier ist es so: Wir brauchen Tierärzte ganz dringend und damit sie den Beruf gerne ausüben, ist natürlich die Bezahlung ein wichtiger Faktor“, sagte Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir, als er die Unterschriften entgegennahm.
„Wir hoffen, dass der Bundeslandwirtschaftsminister selbst jetzt sein Initiativrecht wahrnimmt und die GOT zur Nachbesserung öffnet, oder dass sich der Bundesrat mit dem Thema GOT noch einmal beschäftigt“, sagte Bernhard Feßler, Leiter des FN-Hauptstadtbüros. Gemeinsam übergaben die FN-Vertreter in Berlin die Unterschriften, um zu zeigen, wie wichtig der Deutschen Reiterlichen Vereinigung, den Pferdesport- und -zuchtverbänden und der gesamten Pferdeszene das Thema GOT ist. „Wir hoffen, dass wir mit der Verdeutlichung der Dramatik für die Pferdeleute mit Herrn Minister Özdemir in den weiteren Austausch kommen. Wir hatten den Eindruck, dass ihm der Ernst der Lage durchaus bewusst ist“, sagte Theodor Leuchten.

Viele Betroffene hatten sich an die FN gewandt, da sie mit den gestiegenen Kosten aufgrund der neuen GOT nicht zurechtkommen. Die FN hatte daraufhin als Interessenvertreter für alle Pferdesportler und -züchter eine Petition gestartet und fordert, dass die GOT zeitnah überarbeitet wird. Insbesondere spricht sie sich gegen die Hausbesuchsgebühr für Pferde aus. Von Ende November bis Ende Januar hatten daher die FN, die Vereinigung Deutscher Tierhalter (VDTH) und 58 weitere Verbände mit einer gemeinsamen Petition Unterschriften gegen die GOT gesammelt. 97.824 Unterschriften kamen online und 34.176 Unterschriften auf Listen in Papierform zusammen, das sind insgesamt also genau 132 000 Unterschriften, die in Berlin übergeben wurden. (fn-press/evb)

Kurz vor seinem 70. Geburtstag starb im Dezember 2023 plötzlich und unerwartet Rudi Schröder.

Der 1953 geborene, war ein Züchter der ersten Stunde. In Ibbenbüren züchtete er mit seiner Ehefrau Rita Vollblut- und Halbblut-Araber aus altbewährten Blutlinien, wie Ibn Galal V, Neron, Majid, Wisznu Ibn Sawih, Ibn Mohafez. Seine Halbblüter zeichnen sich durch einen sehr hohen AV-Anteil von über 90 % aus. Seine typvollen Pinto-Araber waren umgänglich und beliebt bei den Farbzüchtern in dieser Zeit. Schröder Arabians stellte seine Pferde auf den Schauen in Exter und Salzkotten vor. Alle seine Zuchtpferde wurden hoch prämiert.

Unsere aufrichtige Anteilnahme gilt seiner Frau und Angehörigen.

Im Alter von 77 Jahren starb im Dezember 2023 der erfolgreiche Züchter rein ägyptischer Vollblutaraber.

Gemeinsam mit seiner Ehefrau Inge baute er in den 1990er Jahren seine Araberzucht im Lunzenhof auf. Bekannt wurden sie durch den mehrfachen Championhengst Al Lahab, den Urs Arielli 1999 in Israel gezogen hat und der sich im Besitz der Familie Friedmann befindet. Sie waren es auch, die in den Jahren 2008 und 2009 die Iffezheimer Galopprennbahn erneut belebten, mit ihrem Internationalen ARABESQUE Festival, einer B-Schau und Straight Egyptian Cup. Tausende von begeisterten Besuchern füllten die Tribünen der Rennbahn.

Unser aufrichtiges Mitgefühl gilt seiner Frau und Familie.

Der Veterinärmediziner und Liebhaber der ägyptischen Vollblutaraber starb kurz vor seinem 96. Geburtstag.

1928 wuchs Siegfried Paufler auf dem elterlichen Gutshof in Ostsachsen auf. Nach der Kriegsgefangenschaft legte er sein Abitur ab und begann mit seinem Studium an der Tierärztlichen Hochschule in Hannover, wo er mit seiner Doktorarbeit zur künstlichen Besamung von Pferden promovierte. Seine Zucht begann in den 1970er Jahren mit einer Partbred- und einer Anglo-Araber Stute. Erst mit der 1978 geborenen und von Dr. Hans-Jörg Tauschke gezüchteten Stute Medina (Ibn Galal x Mona II) gelang der züchterische Erfolg. Der Einfluss ihrer Nachkommen ist auch heute noch in bedeutenden Gestüten auf der Welt spürbar.

Als Ehrenpräsident der Pyramid Society Europe nahm Siegfried Paufler nach dem Ableben des ersten Präsidenten Günter W. Seidlitz in den 1990er Jahren die Geschicke des Vereines in die Hände. Unter seiner Ägide blühte der Egyptian Event Europe wieder auf und fand meist im Verbund mit ECAHO-Schauen auf der Kauber Platte mit Unterstützung der Familie Buschfort einen neuen Veranstaltungsort. Während dieser Zeit erschienen auf Initiative von Siegfried Paufler zwei neue Bände vom PSE-Almanach.

In den Ausgaben 2-2022 und 4-2022 würdigte EQUUS Arabian das Lebenswerk von Prof. Dr. Siegfried Paufler und seiner Ehefrau, die einige Jahre zuvor starb.

Unsere aufrichtige Anteilnahme gilt seiner Familie und Angehörigen.

Wie bereits bei den meisten deutschen Reitpferdezuchtverbänden erfolgt, startet der deutsche Araberzuchtverband ab diesem Jahr für die Vollblutaraber die Umstellung auf das SNP-Verfahren, das die Abstammungsüberprüfung per Mikrosatellit ablösen soll. Mit im Boot ist der französische Araber-Verband, der bereits über 1.000 Proben zur Erstellung einer Lernstichprobe beigesteuert hat. Um eine aussagekräftige Stichprobe zu erhalten, werden alle Züchter gebeten mit ihren Hengsten, Stuten und Fohlen daran teilzunehmen und eine Haarprobe von ihrem Tier einzusenden. Die Mehrkosten bei Fohlen belaufen sich auf 5,00 € und für Stuten und Hengste auf 20,00 €. Der Zuchtverband hofft bis Jahresende 250 Proben untersuchen zu können und hofft auf rege Beteiligung!

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